
Beschwerden/Symptome
Die meisten Patienten mit einem Schlafapnoe-Syndrom leiden an einer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen, welche die Arbeit und Freizeitaktivitäten wesentlich beeinträchtigen. Oft -nicht immer- handelt es sich um übergewichtige Patienten oder um Patienten, welche sehr grosse Rachenmandeln oder ein kurzes Kinn aufweisen. Im Verlauf der Krankheit tritt oft ein hoher Blutdruck in Erscheinung, welcher zunächst mit Medikamenten behandelt werden kann, was jedoch später immer schwieriger wird. Das meist schon lange vorhandene laute Schnarchen in der Nacht stört den Bettpartner und führt öfters zu getrennten Betten. Gewisse Patienten beklagen nur diskrete Symptome, wie ein trockener Mund, ein Durstgefühl in der Nacht oder leichte morgendliche Kopfschmerzen.
Schnarchen gilt vorläufig noch als harmloses, wenn auch lästiges Phänomen, welches hauptsächlich den Bettpartner, den Schläfer selbst aber nicht stört.
Ursachen
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, auch «Schnarchen mit Atempausen» genannt, betrifft in der Normalbevölkerung mind. 10% der Männer und 5% der Frauen in einem behandlungsbedürftigen Ausmass. Leichtere Formen dieser Schlafapnoe finden sich in bis zu 50 % der über 50-jährigen Männer und in bis zu 25% der älteren Frauen, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Im Schlaflabor kann man jeweils wiederholt vollständige oder teilweise Atempausen dokumentieren, manchmal mit bis zu einer oder gar mehreren Atempausen pro Minute. Diese wiederkehrenden Atempausen, welche vom Betroffenen gar nicht bemerkt werden, führen zu einer schwerwiegenden Zerstörung des Schlafes, beeinträchtigen die Erholung im Schlaf und erklären die Schläfrigkeit und Konzentrationsstörungen am Tag. Der Schweregrad eines Schlafapnoe-Syndroms wird hauptsächlich anhand der Anzahl von Atempausen pro Stunde festgelegt: < 5/h = normal, 5-15/h = leichte Form, 15-30/h= mittelschwere Form und >30/h= schwere Form.
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, welches mit dem Alter häufig im Schweregrad zunimmt, führt nicht selten zu einer Verschlechterung anderer Krankheiten (z. B. Restless Legs-Syndrom, Insomnie, Depression, schlafbezogene Verhaltensstörungen, Epilepsie oder Parkinson).
Unsere Angebote
Behandlung/Verlauf
Der Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Pneumologen oder mit einem akkreditierten Schlaf-Wach-Zentrum. Die wichtige Klärung der Zusammenhänge zwischen den Atempausen und Tagesbeschwerden, sowie Empfehlungen hinsichtlich eines verbesserten Verhaltens (Schlaf-Wach-Rhythmus, Gewichtsabnahme) erhalten die Patienten in unserer Schlaf-Wach-Sprechstunde.
Bei Vorliegen eines einfachen Schnarchens ohne relevantes Schlafapnoe-Syndrom existieren Zahnspangen oder Operationen, welche aber sorgfältig überlegt sein müssen.
Die individuelle Aufklärung über die Gefahren eines Sekundenschlafes am Steuer bei Tagesschläfrigkeit gehören zur Sorgfaltspflicht jedes Arztes – und zwar bereits bei der ersten Konsultation.

