
Bei den Männern kann der Anteil der Schnarcher in etwa mit dem Alter gleichgesetzt werden. Bei den 50-jährigen Männern schnarchen ca. 50%. Bei den Frauen kann man bei der Berechnung jeweils die Hälfte des Alters verwenden, was sich aber nach der Abänderung der Zahl der Männer in etwa angleicht. Das banale Schnarchen gilt heute noch nicht als krankhaft, obschon der negative Effekt auf die Schlafqualität des Bettpartners bestens bekannt ist.
Langjähriges Schnarchen führt zu geschwollenen Schleimhäuten in den Luftwegen, was das Einatmen behindert und früher oder später zu Atempausen und dem sog. Schlafapnoe-Syndrom führen wird. Solche Patienten leiden tagsüber oft an einer Tagesschläfrigkeit oder an Konzentrationsstörungen. Die Atempausen werden von Weckreaktionen begleitet, welche auch zu einer Beschleunigung des Pulses und zu einer Blutdruckerhöhung führen. Eine Blutdruckerhöhung, welche nach Jahren auch tagsüber anhalten kann, gilt als Risikofaktor für Herzkreislaufkrankheiten (Herzinfarkt, Vorhofflimmern, Schlaganfall). Deswegen sollten sich Patienten mit einem hohen Blutdruck immer auch hinsichtlich eines Schlafapnoe-Syndroms abklären lassen, da dessen Behandlung auch auf den Blutdruck einen günstigen Effekt haben kann.
Das Schlafapnoe Syndrom tritt vor allem, aber nicht ausschliesslich, bei übergewichtigen Personen und mit zunehmendem Alter auf. Weil diese Krankheit relativ gut behandelt werden kann, sollte man bei anderen neurologischen Krankheiten wie der Narkolepsie, Demenz, Epilepsie oder Multiple Sklerose ebenfalls daran denken, wenn derartige Symptome berichtet werden.




