Muskelschwund erzeugt oft Beschwerden wie Ungeschicklichkeit der Hände oder Schwäche an den Händen und Füssen. Für den Muskelschwund gibt es mehrere Ursachen:

Muskelerkrankungen

Bekanntestes Beispiel hierfür sind die Muskeldystrophien. Auch Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes), manche Medikamente oder jahrelanger schädlicher Alkoholgebrauch können zu einem Muskelschwund führen.

Erkrankungen der peripheren Nerven

Erkrankungen der peripheren Nerven (Nerven die vom Rückenmark aus in den Körper ziehen) werden oft als solche nicht wahrgenommen. Wenn die Muskelfasern nicht mehr von diesen Nerven normal angesteuert werden, bilden sie sich zurück. Der Muskelschwund ist dann das einzige auffällige Zeichen der peripheren Nervenerkrankung.

Eine Bedrängung, Druckschädigung oder Einklemmung eines peripheren Nerven (z.B. Karpaltunnelsyndrom) kann neben Schmerzen, Gefühlsstörungen auch einen lokalen Muskelschwund erzeugen und dadurch auch eine Ungeschicklichkeit der Hände.

Sind viele periphere Nerven betroffen spricht man von einer Polyneuropathie. Ursachen für diese Nervenerkrankung sind meist Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) oder jahrelanger schädlicher Alkoholgebrauch. Seltenere Formen sind durch Vitaminmangel bedingt oder angeboren (genetisch bedingt). Oft kommt es zu Gefühlsstörungen insbesondere an den Zehen und Füssen und in schwereren Fällen auch zu Gefühlsstörungen an den Händen und zu einer Schwäche an den Händen und Füssen.

Die klassischen Untersuchungsmethoden für Erkrankungen der Muskeln und der peripheren Nerven sind die Elektroneurographie (ENG) und die Elektromyographie (EMG).