
Unter dem Begriff „Erektionsstörung“ versteht man eine unzureichende Versteifung des Gliedes, so, dass die Ausübung des Geschlechtsverkehrs nur schwer oder gar nicht möglich ist. Fast jeder fünfte Mann macht im Laufe seines Lebens einmal oder auch mehrfach die Erfahrung, dass die gewünschte Erektion ausbleibt. Wenn die Störung über einen längeren Zeitraum anhält und auch bei häufigen Versuchen keine Erektion auftritt, spricht die Medizin von erektiler Dysfunktion (ED). Die Häufigkeit steigt mit dem Alter an: Etwa zwei Prozent der 40-Jährigen sind davon betroffen, aber schon 25 Prozent der Männer über 65.
Ursachen
Nachdem eine Erektion durch das Zusammenspiel von Nerven, Blutgefäßen, Hormonen und Psyche bedingt ist, kommen auch zahlreiche Ursachen für eine erektile Dysfunktion oder Impotenz in Betracht. Dazu gehören unter anderem ein Mangel an Hormonen, Arterienverkalkungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, psychische Probleme wie Depressionen, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, aber auch übermäßiger Alkohol- und Zigarettenkonsum.
Erkrankungen des Nervensystems können weitere Ursachen von Erektionsstörungen sein. Die nervlichen Impulse sind für die Steuerung der Erektion ausschlaggebend. Häufig wiederkehrende oder andauernde Erektionsprobleme sind in manchen Fällen daher auch Ausdruck einer schwer wiegenden neurologischen Erkrankung, zum Beispiel von Multipler Sklerose oder von Verletzungen oder Erkrankungen des Rückenmarks.
Behandlung
Durch ein ausführliches ärztliches Gespräch in Verbindung mit einer Untersuchung können in vielen Fällen die Ursachen von Erektionsstörungen eingegrenzt und Möglichkeiten zur Behandlung eröffnet werden. Nachdem es viele mögliche Ursachen für Erektionsprobleme gibt, kann nur mit einer genauen Untersuchung die exakte Diagnose gestellt werden. Um die Ursachen einer erektilen Dysfunktion genau festzustellen, ist oft eine Untersuchung bei der Urologin/beim Urologen erforderlich. In vielen Fällen gehören sie aber auch von einer Neurologin/einem Neurologen abgeklärt, insbesondere dann, wenn sie im Zusammenhang mit Beschwerden wie Schwindel, Gefühlsstörungen oder Schwäche am Arm oder Bein oder Bewegungsstörungen auftreten.