Beschwerden

Dazu können unter anderem Schwierigkeiten beim Sprechen (leise, monotone, heisere Stimme), Schreiben, eine Gangunsicherheit, Nachlassen des Geruchs- und Geschmackssinns, Blasenprobleme, Verstopfung, eine Ungeschicklichkeit der Hände, aber auch depressive Verstimmungen kommen. Im weiteren Verlauf können auch noch Gedächtnisstörungen oder Muskelkrämpfe hinzukommen. Verlauf und Schweregrad der Erkrankung variieren stark von Patient zu Patient und bei kaum einem Patienten werden alle beschriebenen Beschwerden gleichzeitig beobachtet.

Ursachen

Die Parkinson Krankheit ist eine kontinuierlich fortschreitende neurologische Erkrankung, bei der die Zellen der so genannten Substantia nigra, der „schwarzen Hirnsubstanz“, langsam degenerieren, in weiterer Folge auch andere Hirnzellen. Dadurch entsteht ein Mangel am Überträgerstoff Dopamin, der sich wiederum in den typischen Symptomen der Krankheit äußert. Die genaue Ursache für die Erkrankung ist bislang nicht geklärt. Es gibt vermutlich mehrere ursächliche Faktoren, die in der Entstehung der Parkinson Krankheit zusammenspielen. In wenigen Fällen ist die Parkinson Krankheit erblich. Man geht heute davon aus, dass das Zusammenspiel mehrerer Erbanlagen manche Menschen anfälliger machen kann, an der Parkinson Krankheit zu erkranken.

Behandlung/Verlauf

Denn je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso günstiger ist es für den weiteren Verlauf. So lässt sich auch wertvolle Lebenszeit und Lebensqualität erhalten. Derzeit lässt sich die Parkinson Krankheit zwar nicht heilen, jedoch können die Beschwerden zumindest deutlich gelindert werden. Die medikamentöse Behandlung konzentriert sich darauf, den Dopaminmangel im Gehirn auszugleichen. Dabei werden vor allem die folgenden Substanzen eingesetzt: L-Dopa, Dopaminagonisten, COMT-Hemmer, Amantadin, MAO-B-Hemmer und Anticholinergica. Bei der Mehrzahl der Patienten kann eine individuell abgestimmte Medikamenteneinstellung zu einer deutlichen Besserung der Symptome, in den ersten Jahren manchmal auch zu einer fast völligen Rückbildung führen. Für alle Medikamente gibt es Gegenanzeigen, sie können auch nicht beliebig kombiniert werden. Deshalb muss die Behandlung durch eine erfahrene Neurologen oder einen erfahrenen Neurologen wie zum Beispiel in unserer Spezialsprechstunde Parkinson und Bewegungsstörungen überwacht werden. Auch im weiteren Krankheitsverlauf ist ein regelmäßiger Besuch beim Spezialisten zur Anpassung der Medikation an den tatsächlichen Bedarf sinnvoll und notwendig. Die Neurologin/der Neurologe ist auch der richtige Partner, wenn es darum geht, den besten Zeitpunkt für einen eventuellen Einsatz anderer als medikamentöser Verfahren zu erkennen, wie etwa eine Operation („Tiefe Hirnstimulation“). Eine zentrale Rolle in der Behandlung der Parkinson Krankheit haben neben psychosozialer Betreuung auch die Physio- und Ergotherapie. Sie können entscheidend dazu beitragen, den Alltag trotz der verschiedenen Beeinträchtigungen zu bewältigen.