Beschwerden

Zu Beginn meist:

Ursachen

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine folgenschwere und leider noch unheilbare Erkrankung. Sie befällt vor allem die motorischen Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark, welche die bewusste Steuerung der Bewegung ausführen. Es gibt mehrere nicht gänzlich bewiesene Theorien zur Entstehung.

Eine Virusinfektion als Ursache konnte bisher nicht bestätigt werden. Auch eine Fehlsteuerung des Immunsystems oder erbliche Faktoren könnten eine Rolle spielen. Es werden jedenfalls erhöhte Mengen des Botenstoffs Glutamat an den erkrankten motorischen Nerven nachgewiesen.

Der Verfall der Nervenzellen ist nicht direkt wahrnehmbar. Jedoch kommt es im Verlauf zu sichtbaren und spürbaren Folgeerscheinungen an den Muskelfasern, die sich oft in MuskelzuckungenMuskelkrämpfe und parallel dazu in Muskelschwäche und Muskelschwund äußern. Typischer Weise fällt am Beginn eine Ungeschicklichkeit der Hände oder eine Gangunsicherheit oder Steifigkeit („Spastik“) der Beine auf. Weniger häufig als an den Armen oder Beinen beginnt ALS mit Sprech- oder Schluckstörungen.

Die ALS kann über wenige Monate bis zur vollständigen Lähmung fortschreiten, die Entwicklung kann aber auch viele Jahre andauern. Eine Schwächung der Atemmuskulatur oder auch der Schluckmuskulatur kann vor allem im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf zu einem lebensbedrohlichen Problem werden. Augen-, Blasen- und Darmmuskulatur bleiben kaum beeinträchtigt. Auch geistige Fähigkeiten, Hören, Sehen, Schmecken und Fühlen sind nicht betroffen.

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Dabei geht es auch darum, abzuklären, ob möglicherweise eine andere Erkrankung vorliegt, die ähnliche Symptome haben kann, etwa eine mechanische Schädigung des Rückenmarks, eine Erkrankung der peripheren Nerven („motorische Polyneuropathie“), bestimmte Formen der Multiplen Sklerose, neurologische Folgeerkrankungen von Tumoren oder seltene Stoffwechselerkrankungen.

Behandlung/Verlauf

Für die ALS gibt es dennoch Behandlungsmöglichkeiten. Medikamente, wie z.B. Riluzol zielen auf eine Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung ab („neuroprotektive Therapie“). Andererseits kann eine Linderung der Beschwerden („symptomatische Therapie“) mit Hilfe einer regelmäßigen Physiotherapie erreicht werden. Ergotherapie, Logopädie oder spezielle Methoden des Atemtrainings können auch hilfreich sein. Im späteren Verlauf können zusätzliche Hilfsmittel bis hin zur maschinellen Unterstützung der Beatmung notwendig werden. Besonders wichtig ist es auch, Betroffene und ihre Angehörigen psychisch zu unterstützen.