Träume werden als Albträume bezeichnet, wenn diese den Träumer nachhaltig beschäftigen und mit angstvollen Szenarien besetzt sind. Weil beim Erwachen die Erinnerungsfähigkeit der Träume verbessert ist, führt ein gestörter Schlaf vermeintlich zu häufigerem Träumen. Die Träume im REM-Schlaf sind lebhafter und detaillierter als die Träume im Non-REM Schlaf, an welche man sich oft nur ungenau erinnert. Bei sehr realitätsnahen Träumen beim Einschlafen oder beim Aufwachen, spricht man von «hypnagogen Halluzinationen», welche hauptsächlich bei Narkolepsie, selten auch bei gesunden Personen auftreten. Albträume kommen auch oft nach psychischen Traumen oder bei Angstkrankheiten, z.B. im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstörung vor.

Eine besondere Art von Albträumen, welche meiste einen kampfbetonten Inhalt haben, geht mit starken Bewegungen oder Schreien einher. Bei diesen Träumen wird der Traum ausgelebt und sichtbar von aussen, weil die sonst vorhandene Muskellähmung im REM-Schlaf aus krankhaften Gründen verloren gegangen ist. Bei den ausfahrenden Bewegungen mit Armen und Beinen kann es vorkommen, dass sich der Träumer selbst oder seinen Bettpartner verletzt. Bei dieser sog. Traum-Schlaf-Verhaltensstörung kann es sich um ein Symptom einer beginnenden Demenz oder einer Parkinson-Krankheit handeln. Ähnliche Verhaltensweisen treten aber auch bei chronischem Alkoholismus oder Narkolepsie-Kataplexie in Erscheinung.