Gesichtslähmung

Die Gesichtsmuskulatur wird vom Gehirn, und in Folge auch vom Gesichtsnerven gesteuert (der siebte von insgesamt zwölf Kopfnerven oder auch der siebte Hirnnerv genannt) versorgt. Eine Störung in beiden Bereichen führt zu einer Schwäche der Gesichtsmuskulatur, die sich vor allem durch einen hängenden Mundwinkel bemerkbar macht. Das Augenlid kann dabei mehr oder weniger mitbetroffen sein. Ist der Gesichtsnerv isoliert betroffen, lässt sich das Auge gar nicht vollständig schliessen. Meist ist nur eine Gesichtshälfte betroffen, beidseitige Lähmungen sind selten.

Ursache

Die Ursache einer isolierten Gesichtslähmung liegt meist in einer harmlosen Entzündung des betreffenden Gesichtsnervs, etwa aufgrund einer einfachen Virusinfektion. Die Gesichtslähmung ist in diesen Fällen vergleichsweise harmlos, aber sehr lästig. Sie bildet sich sehr häufig ganz zurück, dies kann aber in schwerwiegenden Fällen einige Wochen dauern. Vor allem bei inkompletten Augenschluss ist darauf zu achten, dass die Hornhaut nicht austrocknet. In selteneren Fällen ist diese Lähmung des Gesichts auch Ausdruck eines schwerwiegenden Problems, etwa eines Bruchs der Schläfenknochen oder der Schädelbasis, oder eines Tumors im Kopfbereich. Daher ist meist eine MRI-Untersuchung notwendig

Die Ursache einer Gesichtslähmung kann aber auch in einer Schädigung des verantwortlichen Zentrums im Gehirn liegen, wobei sie hier meist zugleich mit einer ebenfalls plötzlich aufgetretenen Schwäche an den Armen oder Beinen, Ungeschicklichkeit in der Hand vorliegt etwa z.B. aufgrund eines Schlaganfalls, einer Gehirnblutung oder eines Tumors.