Beschwerden

Bei einem Hirntumor kann es tückisch sein, da es lange kaum klar erkennbare typische Frühwarnzeichen gibt. Häufig ist ein plötzlich auftretender Krampfanfall ein erstes Anzeichen der Erkrankung. Auch neu auftretende Kopfschmerzen, besonders nachts oder in den frühen Morgenstunden oder allmähliche Wesensveränderungen können Alarmsignale sein. Andere Symptome, die auf Hirntumoren hindeuten können, sind etwa Nervenausfälle die zu GesichtslähmungenSehstörung und Sprachstörungen, unkoordinierten Bewegungen und Ungeschicklichkeiten führen, Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, hormonelle Störungen oder Rückzugstendenzen, ein besonders hohes Schlafbedürfnis. Oft kann man aber viele dieser Anzeichen erst im Nachhinein richtig deuten.

Ursachen

Als Hirntumore werden ganz allgemein alle Geschwülste im Inneren des Schädels bezeichnet. Es lassen sich prinzipiell gutartige und bösartige Tumore unterscheiden. „Gutartig“ bedeutet aber keineswegs immer „harmlos“: Auch ein gutartiger Tumor kann an ungünstiger Stelle lebensgefährlich werden. Der im Schädel stetig wachsende Druck durch die Geschwulst kann neurologische Ausfälle erzeugen und lebenswichtige Funktionen zerstören. Je nach Ort des Auftretens im Kopf unterscheidet man zwischen Tumoren, die direkt im Gehirn auftreten oder solchen die von den Kopfnerven oder Hirnhäuten ausgehen. Letztere zählen zu den häufigsten Geschwülsten im Kopf. Sie sind meist gutartig, gehen von der harten Hirnhaut aus, werden daher Meningeome genannt und wachsen meist sehr langsam und abgekapselt. Gutartig sind prinzipiell auch die Neurinome, die ihren Ursprung in Kopfnerven (synonym: Hirnnerven) haben, besonders im Hör- und Gleichgewichtsnerv.

Bei den Tumoren im Gehirn selbst unterscheiden Mediziner primäre (hirneigene) Hirntumoren, die von den Zellen der Gehirnsubstanz ausgehen und sekundäre Hirntumoren (Metastasen). Letztere werden durch Absiedelung von anderen Krebserkrankungen, zum Beispiel Brust- oder Lungenkrebs, im Gehirn gebildet. Bei den primären, also hirneigenen Tumoren gibt es ebenfalls gutartige, welche sehr langsam wachsen. Eine häufigere Art ist das Gliom, dessen bösartigste Unterform das Glioblastom ist. Bei diesem ist eine rasche und aggressive Behandlung notwendig.

Behandlung/Verlauf

Bei gutartigen Tumoren oder einzelnen Metastasen, welche einer Operation gut zugänglich sind, können diese oft problemlos entfernt werden. Ansonsten kommt es nicht selten vor, dass die einzige Behandlung über Jahre meist nur in einer regelmässigen Überwachung besteht. Beim bösartigen Glioblastom oder mehreren Hirnmetastasen ist eine rasche und aggressive Behandlung notwendig. Wichtigste Therapieform ist die Operation, für die der Schädel geöffnet werden muss. Bei manchen Tumoren ist nach einem chirurgischen Eingriff eine Strahlen- und/oder Chemotherapie sinnvoll. Seit immer früher zusätzlich zum chirurgischen Eingriff auch mit Strahlen- und Chemotherapie behandelt wird, hat sich die Überlebenszeit Betroffener auch mit verbesserter Lebensqualität dramatisch erhöht.