Beschwerden

Bei folgenden Beschwerden sollte sofort eine Neurologin/ein Neurologe oder eine Spital aufgesucht werden: Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen, Krämpfe, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Schwindel, rasch ansteigendes Fieber, Schüttelfrost – wobei die Symptome einzeln oder gemeinsam auftreten können. Die Betroffenen haben subjektiv das Gefühl „schwer erkrankt“ zu sein. Typisch sind bei der bakteriellen Hirnhautentzündung (bakterielle Meningitis) auch rote, punktförmige Flecken auf der Haut, die in rund siebzig Prozent der Fälle auftreten. Die Ursache derartiger Beschwerden muss rasch im Spital abgeklärt und behandelt werden – eine akute bakterielle Meningitis ist ein gefährlicher Notfall!

Ursachen

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einer Meningitis führen können. Die häufigste Ursache ist eine Infektion durch Viren oder Bakterien. Bei der infektiösen Meningitis kommt es zu einer Verbreitung der Erreger im Körper über das Blut. Eine Folge ist eine Entzündung der Hirnhaut, welche sehr schmerzempfindlich ist. Bleibt die Entzündung auf die Hirnhaut beschränkt, verläuft sie relativ harmlos. Breitet sie sich jedoch auf das Gehirn aus (Enzephalitis), kann sie tödlich verlaufen.

Die virusbedingte Meningitis ist verhältnismäßig häufig, bleibt aber meist auf die Hirnhaut beschränkt und ist dann meist harmlos. Sie kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden. Wichtiger Vertreter ist das durch Zecken übertragene Virus der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). (Diese sollte nicht mit der ebenfalls durch Zecken übertragenen bakterienähnlichen Erregern der Neuroborreliose verwechselt werden). Nur wenige Verläufe sind dramatisch. Es gibt jedoch unglücklicher Weise jährlich vereinzelt Todesfälle oder Fälle mit schwerer bleibender Behinderung. Durch eine Impfung sind diese, besonders in den Risikogebieten abwendbar. Die häufigsten Erreger der Meningitis konnten durch Impfprogramme in weiten Teilen Europas erfolgreich zurückgedrängt werden.

Behandlung/Verlauf

Die Akutbehandlung der Meningitis erfolgt in aller Regel im Spital. Bei der viralen Meningitis werden meist nur die Beschwerden (Fieber, Kopfschmerzen) gelindert und sie heilt von selbst aus. Bei der bakteriellen Meningitis ist die rasche Verabreichung von Antibiotika notwendig und unter Umständen lebensrettend.