Dies ist eine Störung des Zusammenspiels und der Zielgerichtetheit der Bewegungen. Je nach betroffener Körperregionen können folgende Beschwerden ausgelöst werden: 1) An den Händen: Beschwerden äussern sind häufig eine Ungeschicklichkeit in den Händen. Beim Greifen von Objekte wird oft daneben gegriffen oder bei überschiessender Bewegung das Objekt mit der Hand umgestossen. Gelegentlich kommt es auch knapp vor dem Ziel zu einem Reissen oder Zittern. 2) An den Beinen: Beim Gehen kommt es aufgrund des gestörten Zusammenspiel der Bewegung zu einem Schwanken und damit zu einer Gangunsicherheit, welche dann oft auch als Schwindel interpretiert wird. In schweren Fällen kann es auch zu Stürzen kommen. 3) Beim Sprechen: Bei einer Koordinationsstörung an den Sprechwerkzeugen kommt es zu einer Sprechstörung mit einer meist verwaschenen, lallenden Sprache.

Ursache

Das Kleinhirn ist hauptsächlich für die Koordination und Zielgerichtetheit verantwortlich. Dafür erhält es auch aus dem Körper Rückmeldungen aus der Haut, den Muskeln und zur Stellung der Gelenke. Bei Erkrankungen, die das Kleinhirn selbst betreffen (z.B. SchlaganfallHirnblutungMultiple Sklerose, angeborene Kleinhirnstörung, ein Hirntumor, manche Formen des Essentiellen Tremors, chronischer Alkoholschaden) kommt es zu den oben erwähnten Beschwerden.

Auch Erkrankungen, die die Rückmeldung zum Kleinhirn erschweren, führen zur Koordinationsstörung mit einer Ungeschicklichkeit in den Händen und einer Gangunsicherheit. Dazu gehören Rückenmarkserkrankungen oder solche mit Beteiligung des Rückenmarks (z.B. Multiple Sklerose) oder Erkrankungen der peripheren Nerven am Körper (Polyneuropathie). Schlussendlich kann auch eine Schwäche im Arm oder Bein alleine eine Koordinationsstörung auslösen.