
Beschwerden
Die häufigste Ursache überhaupt für ein Zittern/Schlottern/Schütteln ist der so genannte Essentielle Tremor, welcher klar von der Parkinson-Krankheit unterschieden werden muss. Während bei der Parkinson-Krankheit das Zittern im Ruhezustand, zum Beispiel bei herabhängenden Armen, am stärksten ausgeprägt ist, zittern Patienten mit Essentiellen Tremor vorwiegend, wenn sie etwas halten, zum Beispiel beim Zeitung lesen oder wenn sie eine Tasse halten. Am häufigsten ist hier der Handtremor, fast immer an beiden Händen, häufig ist auch ein Kopfwackeltremor oder ein Tremor in der Stimme. Eine genetische Veranlagung spielt bei dieser Erkrankung eine grosse Rolle, doch kann sie innerhalb einer Familie Generationen überspringen. Bei einer Mehrheit der Patienten kann interessanter Weise bereits der Konsum von kleinen Mengen Alkohol kurzzeitig den Essentiellen Tremor verringern (Empfindlichkeit auf Alkohol). Für viele Betroffene ist es ganz besonders belastend, dass das Zittern auch sozial stigmatisiert ist. Sie trauen sich kaum mehr, in der Öffentlichkeit zu essen oder zu schreiben und meiden das Zusammentreffen mit anderen Menschen. Nicht selten werden an Tremor erkrankte Menschen fälschlicher Weise für sehr nervös oder alkoholkrank gehalten.
Beschwerden/Symptome
Ursachen
Den Ursprung des Essentiellen Tremors kennt man nicht genau, man weiss jedoch, dass das Kleinhirn bei der Entstehung eine Rolle spielt. Auch kann bei einem Teil der Patienten eine leichte Gleichgewichtsstörung vorhanden sein, welche dann mit der Erkrankung vergesellschaftet ist.
Unsere Angebote
Behandlung/Verlauf
Es gibt heute noch kein Medikament, das den familiären essentiellen Tremor heilen könnte, eine Behandlung und Besserung ist aber in vielen Fällen möglich. Ein Teil der Patienten spricht aber auf Medikamente gut an. Dazu gehören unter anderem Propranolol, ein Beta-Blocker, der vor allem zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird und besser als modernere Beta-Blocker die betroffenen Regionen im Gehirn erreicht. Ein weiteres Medikament ist Primidon (ein Epilepsie-Medikament), das die Freisetzung erregender Substanzen und die Ausbreitung von Nervenimpulsen im Gehirn blockiert. Andere Therapiemöglichkeiten bieten etwa Gabapentin oder Topimarat, Medikamente aus der Epilepsie-Therapie.







