
Beschwerden
Die bei weitem häufigste Form primärer Kopfschmerzen ist der Spannungskopfschmerz. Dieser beginnt häufig im Stirn- oder Nackenbereich und breitet sich über den ganzen Kopf aus. Die Schmerzen können wenige Stunden, aber auch mehrere Tage andauern und sowohl gelegentlich, als auch chronisch auftreten. Begleitet werden sie manchmal von Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen. Im Gegensatz zur Migräne sind solche Begleiterscheinungen aber eher selten.
Beschwerden/Symptome
Ursachen
Die medizinischen Ursachen von Spannungskopfschmerz sind nicht endgültig geklärt. Verspannungen der Kopf-, Nacken- oder Schultermuskulatur durch starke Beanspruchung oder eine schlechte Haltung, etwa durch einen ungünstig gestalteten Bildschirmarbeitsplatz dürften nur einige von vielen möglichen Ursachen darstellen. Auch psychische Spannungszustände, etwa Stress, unterdrückte Aggressionen oder Konflikte im Privat- oder Berufsleben, können Auslöser sein.
Unsere Angebote
Behandlung/Verlauf
Die im folgenden dargestellten Behandlungsformen dienen als Information. Diese sind nicht vollständig und sollen keinesfalls zur Selbstbehandlung dienen. Sie sollen als Orientierungshilfe für die Spezialsprechstunde Kopfschmerzen dienen.
Der Spannungskopfschmerz ist medikamentös gut behandelbar. Als einfache Schmerzmittel sind Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Mefenaminsäure, Ibuprofen, Naproxen und Lornoxicam in vielen Fällen wirksam. Diese Präparate gibt es zum Teil auch als Brausetabletten und/oder Zäpfchen. Die häufige und vermehrte Einnahme von Schmerzmitteln durch die Patienten selbst kann allerdings in manchen Fällen zu einer übermäßigen Dosissteigerung und Medikamentenabhängigkeit führen. Lang andauernder Medikamentengebrauch kann einerseits zu Nebenwirkungen wie Magenblutungen führen, auf der anderen Seite aber selbst chronische Kopfschmerzen verschlechtern („Schmerzmittelkopfschmerz“).
Bei chronischen Spannungskopfschmerzen setzen Spezialistinnen und Spezialisten auch bestimmte Substanzen ein, die ursprünglich aus der Depressionsbehandlung kommen, zum Beispiel Trizyklika oder SSRI.
Vielen Betroffenen hilft es auch, Entspannungsübungen zu erlernen, die dabei helfen, die Schmerzattacke abzuwenden. Zu solchen Entspannungsmethoden gehören etwa Yoga, Autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson und ähnliche.






